"Kluckt" für Saxophonquartett (2009)

UA März 2010, BKA-Theater Berlin: Unerhörte Musik, Sonic-Art-Quartett (Martin Posegga, Annegret Schmiedl, Alexander Doroshkevich, Ruth Velten)

7 Min.

 

"Seo" für 3 Schlagzeuger (2009)

UA Oktober 2009, Elbschloss Festival Bleckede (Schlagzeug: Johannes Fischer,

Jonathan Shapiro, Andy Limpio)

8 Min.

"warten" Hörspiel (2009)

UA Dezember 2009, Musikhochschule Lübeck

19 Min.

"Gui" für 3 Violinen, Klavier und Schlagzeug (2009)

UA Juni 2010, Musikhochschule Lübeck (Violinen: Barbara Hefele, Vera Schmidt, Maria Laskowska, Klavier: Martin Klett, Schlagzeug: Gerrit Bogdahn)

6 Min.

"Tiu" für Cello und Zuspielung (2009)

UA März 2009, Cardiff School of Music

 

"wann, nie, dann, aber, jetzt, oder" für 2 Soprane und Licht (2008)

UA Oktober 2010, Eigenarten Festival Hamburg, Ensemble Accesa (Frauke Aulbert, Julia Mihaly)

12 Min.

"Jugendstudie" für Schulklasse im Publikum, Zuspielung und Live-Elektronik (2008)

UA Mai 2008, Musikhochschule Lübeck

In dieser Komposition arbeite ich mit Klängen, die Jugendliche in alltäglichen Situationen, in denen sie auf Gleichaltrige treffen, von sich geben.

Das Geräuschmaterial ist vor allem unruhig, eruptiv, obszön, unkontrolliert und ist normalerweise gerade in Konzertsituationen gesellschaftlich unerwünscht.

 

Die Aufnahmen, die ich von den Jugendlichen gemacht hatte, wurden im Konzert gespielt, gleichzeitig waren diese Schüler*innen selbst in genau diesem Konzert anwesend und wurden live dabei aufgenommen, wie sie -eben nicht stillsitzend und nicht brav zuhörend- ihre selbst von sich gegebenen Klänge hörten. Diese Klänge wiederum wurden wieder in das Stück eingespeist und wiedergegeben, währenddessen wurden die Jugendlichen beim Hören dieser Klänge erneut aufgenommen, usw..

 

Idee des Stückes ist u.a. das Wechselspiel von Selbstdarstellung und Selbstwahrnehmung: Die Schüler*innen werden aufgenommen, während sie ihre eigenen vorher aufgenommenen Stimmen hören. Es ist die Reaktion auf sie selbst, die im Laufe der Komposition auch zur Reaktion auf die Reaktion wird, da die Jugendlichen auch die während des Stückes produzierten Geräusche von sich selbst hören und die Reaktion darauf wiederum auch aufgenommen wird und innerhalb der Komposition abgespielt wird. Dieser Vorgang wird bis zur Live-Übertragung der gegenwärtigen Geräusche der Schüler*innen fortgesetzt.